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Tordurchfahrt Hauptstraße, Heidelberg Altstadt

Restauratorisches Gutachten, Bestandserfassung, Maßnahmenkonzeption

Bauherr: Landesamt für Denkmalpflege Karlsruhe / Ausführungszeitraum: 11/2024 
Das vier Achsen breite Tordurchfahrtgebäude in der Heidelberger Altstadt stammt aus der ersten Hälfte  des 18. Jahrhunderts. Nach mehreren Umbauphasen ist nur bei näherem Hinsehen der ursprünglich zweigeschossige barocke Bau zu erahnen. Heidelbergs Barockbauten sind für ihre sogenannten Ohrenfenster bekannt, welche auch an diesem Gebäude zu finden sind. 
Die Wände und Decken der Tordurchfahrt sind vollständig in Seccotechnik ausgemalt. An den Wänden befinden sich auf beiden Seiten je zwei Stuckmedaillons. Sie stellen Allegorien der Liebe und des Lebens dar. Zwei weitere Stuckmedaillons mit Früchten befinden sich an der Decke.
Von besonderem Interesse war die Klärung des Malereibestandes. Die Flächen sind bis zu vier mal neu bemalt worden, wobei sich die Ausführenden immer an der Vorgängerfassung orientierten. An den Befundöffnungen wird deutlich, dass die früheren Gestaltungen in deutlich höherer Qualität ausgeführt wurden. Die Schadens- und Zustandserfassung ermöglichte die Erarbeitung eines zweistufigen Erhaltungskonzepts mit kurzfristig notwendigen und längerfristig möglichen Maßnahmen.
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